ÜBER DAS PROJEKT
Die Schüler werden im Rahmen des Projekts aufgefordert, Lösungen und Perspektiven für mehr Nachhaltigkeit in der Modebranche zu entwickeln, die durch digitale Möglichkeiten und internationale Zusammenarbeit bedingt sind. Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterstützt das Projekt mit über 40.000 €, um beispielsweise die Reise- und Unterbringungskosten und mehr für die Schüler, Lehrer und Gastdozenten zu decken.
HERAUSFORDERUNG
Mode als Ausdruck eines Zeitgeistes berührt viele Lebensbereiche und stellt gleichzeitig eine der größten Industrien weltweit dar, die insbesondere den globalen Süden dominiert. Globalisierte Wertschöpfungsketten in der Modebranche bieten Möglichkeiten, die Nachfrage der Verbraucher und die Produktionsleistung in Einklang zu bringen. Das derzeit vorherrschende lineare System führt jedoch zu ökologischen und sozialen Ungerechtigkeiten, die einen ganzheitlichen Ansatz erfordern, um das bestehende Paradigma zu ändern. Umfassendere Programme wie der European Green New Deal oder eine kürzlich veröffentlichte Finanzierung in Höhe von 80 Millionen Pfund zur Schaffung von Kreislaufwirtschaftssystemen in der britischen Modebranche zeigen, dass die Modebranche unter erheblichem Druck steht, größere strukturelle Veränderungen vorzunehmen, um regenerative Praktiken zu erreichen. Viele Hochschulen und Modeunternehmen richten sich neu aus, um den Herausforderungen einer neuen Modebranche gerecht zu werden. Um den Wandel hin zu einer nachhaltigen Branche zu ermöglichen, suchen sie nach neuen Impulsen und geeigneten jungen Talenten, die sie auf ihrem Weg unterstützen.
CONNECT & SOLVE
Internationaler Austausch und Zusammenarbeit sind die Grundlage für internationale Lösungen für Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz sowie für eine nachhaltige soziokulturelle Entwicklung in Form von Gleichberechtigung, Vielfalt am Arbeitsplatz und Inklusion in der Modeausbildung. Dieses Projekt, Progressive Sustainability in Fashion, baut auf einem erfolgreichen früheren europäischen Universitätspartnerschaftsprojekt aus dem Jahr 2022 auf, um die gemeinsame Gestaltung und multikulturelle Lernerfahrungen von Studierenden im Bereich nachhaltige Mode zu fördern. Aufbauend auf diesen Erfahrungen zielt das neue Projekt darauf ab, die Zusammenarbeit zu erweitern, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, die Perspektiven junger Menschen zu verändern, um ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie eine radikale Veränderung des Status quo in der Modebranche aussehen kann. Das Projekt wird mit einem internationalen Netzwerk von Universitätspartnern aus Deutschland (Hochschule Trier), Portugal (ESAD) und dem Vereinigten Königreich (BCU) sowie einem Praxispartner in einem Blended-Mobility-Format durchgeführt, bei dem Phasen der virtuellen transnationalen Zusammenarbeit sinnvoll mit kurzfristigen physischen Treffen in multidisziplinären Teams verknüpft werden.
ARBEIT IN INTERNATIONALEN TEAMS
Die internationalen Teams setzen sich aus Studierenden von Bachelor- und Masterstudiengängen im Bereich Modedesign mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen zusammen. Das Projekt wird die Studierenden dazu herausfordern, sich mit spekulativen Untersuchungen potenzieller Anwendungen für eine regenerative Zukunft der Mode zu befassen. Sie werden branchenspezifische Lösungen und Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit in Lieferketten, Design, Produktentwicklung und Fertigung erforschen. Sie werden sich auch mit Gerechtigkeit und der Harmonisierung von Sozialstandards befassen, um die Perspektiven des Globalen Südens im Einklang mit den 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu berücksichtigen. Als Spender für eine Herausforderung aus dem echten Leben ist die Holy Fashion Group als Praxispartner beteiligt. Teambuilding-Aktivitäten und interkulturelle Kommunikationsworkshops zu Beginn des Projekts schaffen die Grundlage für eine internationale Zusammenarbeit und bieten ein Umfeld für einen autonomeren, von Studierenden geleiteten Projektansatz mit einer interdisziplinären und kollaborativen Denkweise. Beides ist für einen grundlegenden Paradigmenwechsel hin zu einer sozial gerechten und umweltbewussten Modebranche unerlässlich.
GEMEINSAM UND VONEINANDER LERNEN
Die studentische Projektarbeit wird durch eine thematisch passende transnationale Ringvorlesung ergänzt, die die akademische Expertise der Lehrenden mit dem anwendungsorientierten Know-how des Praxispartners sowie weiterer relevanter Industriepartner verbindet. Die Lehrkräfte unterstützen die internationalen Studierendenteams bei der Entwicklung ihrer Konzeptvorschläge für den Praxispartner auch als Coaches und Mentoren in regelmäßig stattfindenden virtuellen Lernsitzungen. Kurze Mobilitäten zu Beginn und am Ende des Projekts ermöglichen es, Fortschritte in einer physischen Umgebung zu erzielen, die einen Raum bietet, in dem reichhaltige Lernerfahrungen gesammelt werden können. Durch die Sicherstellung eines hohen Maßes an Wissenstransfer und gemeinschaftlichen Erfahrungen werden die Studierenden neu definierte Fähigkeiten als globale Veränderer entwickeln. Ergänzend dazu werden sie wertvolle praktische und internationale Netzwerke für den Berufseinstieg aufbauen, die sie über ihr Studium hinaus mit der Industrie verbinden. Das Projekt ist in bestehende Modullehrpläne eingebettet und wird dazu beitragen, die Lehrinhalte aller drei Partneruniversitäten an die wachsenden Anforderungen und Bedürfnisse der Industrie anzupassen.
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