Großes Projekt - Technische Raumgestaltung | Innenarchitektur und narrativer Raum
Mona Abdalla / Nicolas Abzieher / Luc Braun
Tiffany Beinert / Nelli Alexandra Kiefer / Karina Luft
Mario Cireneu Ferreira da Costa / Dany Ribeiro / Nele von Oppenkowski
Lars Fleischer / Nicolas Krämer / Lukas Repp
Tung Vu Hoang / Talia Hummel / Rainer Kuhn
Alp Kaya / Vincent Keppel / Luisa Neumann
Aymane Krardi / Lisa Reichert / Simon Storkenmeier
Lisanna Knecht / Michelle Schneider / Lea Schwarz
Jenny Nguyen / Zenat Yusufzai
Betreuer & Aufgabenstellung
Prof. Dirk Miguel Schluppkotten, Prof. Sanna Leppäkoski, Prof. Daniel Berger, Prof. i.V. Marcel Balsen
Projekttyp
Großes Projekt, 5. + 7. Semester, Fachrichtung Innenarchitektur
in Kooperation mit dem Studiengang Architektur
Wintersemester 2024/25
Hintergrund
Die Gutenbergschule Frankfurt ist eine berufsbildende Schule in Frankfurt am Main mit einer Vielzahl unterschiedlicher Bildungsgänge aus den Berufsfeldern Druck- und Medientechnik sowie Farbtechnik- und Raumgestaltung. Die Frankfurter Schule für Bekleidung und Mode ist die viertgrößte ihrer Art in Deutschland und blickt auf eine über 100-jährige Geschichte zurück. Seit 2002 befindet sich die Hauptstelle an ihrem heutigen Ort in Frankfurt. Hinzu kommt eine Außenstelle in Höchst. Aktuell werden in der Schule über 1000 Schülerinnen und Schüler in Voll- und Teilzeitschulformen ausgebildet. Das Kollegium umfasst etwa 75 Lehrkräfte, die von zwei Sozialpädagoginnen unterstützt werden.
Zum Beginn des Schuljahres 2025/2026 werden diese beiden Schulen fusionieren. Die daraus entstehende, neue Schule wird nach der Textilkünstlerin und Bauhaus-Lehrerin Anni Albers (1899–1994) benannt und als „Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung“ auftreten.
Perspektivisch soll die Außenstelle in Höchst aufgegeben werden, um alle Schulformen am gleichen Ort mit einer gemeinsamen Identität zusammenzuführen. Mit einer Vielfalt beruflicher Bildungswege bietet die Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung Zugang zu vielen hochinteressanten Berufen. Die verschiedenen Schulformen verschaffen auf unterschiedlichen Anspruchsebenen eine umfassende, durchlässige, allgemeine und berufliche Qualifikation. Das breite Ausbildungsangebot richtet sich gleichermaßen an Hauptschüler wie an junge Berufstätige.
Dieser „Neustart“ macht zusätzliche Räumlichkeiten notwendig, die in einem das bestehende Gebäudeensemble ergänzenden Neubau untergebracht werden sollen. Aktuell wird allein für den Schulbetrieb von einem Mehrbedarf von ca. 6.000 m2 BGF ausgegangen. Das Raumprogramm soll durch zusätzliche Angebote wie Laden-, Fitness- oder Gastronomieflächen ergänzt werden. Weitere ca. 3.000 m2 BGF sollen für eine gemischte Nutzung aus Bildung, Freizeit und Wohnen im Gebäude vorgesehen werden.
Ort
Die Liegenschaft der Anni-Albers-Schule befindet sich in bester Lage - flankiert von der Theodor-Heuss-Allee und der Hamburger Allee, in unmittelbarer Nähe der Ludwig-Erhard-Anlage und gegenüber des Messegeländes. Die für den Neubau zur Verfügung stehende Fläche liegt im südöstlichen Teil des Grundstücks - an der Einmündung der Emil-Sulzbach-Straße in die Theodor-Heuss-Allee und vis-a-vis des volumetrisch imposanten Hauptsitzes der ING-DiBa.
Als ein der städtebaulichen Situation und dem Selbstverständnis der neuen Institition angemessenes Zeichen soll der Neubau entlang einer der wichtigsten Stadteinfahrten Frankfurts adressbildend und identitätsstiftend wirken und gemeinsam mit den unter Denkmalsschutz stehenden Bestandsgebäuden den Campus der Anni-Albers-Schule für Mode, Medien und Gestaltung prägen.
Eine Hybrid-Schule als Hochhaus in Holzbauweise
Holz steht als natürlicher, nachwachsender und - dank technischer und normativer Entwicklungen - immer leistungsfähigerer Baustoff im Fokus einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Hochbauproduktion. Holz ist wärmedämmend, CO2-neutral und statisch sowie brandschutztechnisch für hohe Anforderungen einsetzbar. Frankfurt ist im Holzbau vor allem für den modularen Schulbau bekannt. Neben Stahl und Beton hat sich der Baustoff in den letzten Jahren aber auch als Hochhaus-Baustoff etabliert. Überall entstehen Holzhochhäuser: Amsterdam, Wien, Oslo… in der Hochhausstadt Frankfurt allerdings noch nicht. Zeit, das zu ändern!
Nach dem Zusammenschluss der beiden Schulen soll der Lehrbereich Bekleidung und Mode mit dem Neubau eine „eigene Adresse“ innerhalb des Campus erhalten. So kann sich dieser Bereich über ein verbessertes und gezielt auf die Bedürfnisse des Lehrkonzeptes abgestimmtes Raumprogramm komplett neu aufstellen und umgekehrt frei werdende Flächen innerhalb der Bestandsgebäude neuen Nutzungen zugeführt werden.
Die mitunter sehr unterschiedlichen Nutzungsarten prägen das Erscheinungsbild des Neubaus, innen und aussen. Es gilt eine Gebäudekubatur und -struktur (räumlich und konstruktiv) zu entwickeln, die den Anforderungen der geplanten Nutzungen Rechnung trägt und gleichzeitig robust, flexibel und leicht reversibel für zukünftige Nutzungsänderungen ausgelegt ist.
Eine zentrale Fragestellung wird in diesem Zusammenhang die konzeptionell motivierte Klärung des Verhältnisses von Struktur, Hülle, raumbildendem Ausbau und technischer Gebäudeausrüstung sein. Um diesem umfassenden Anspruch gerecht zu werden, wird die Aufgabenstellung als studiengangsübergreifende Kooperation herausgegeben und in interdisziplinären Teams mit den Studierenden der Architektur bearbeitet.
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